An der Westküste war ich von Perth aus mit einer bunten Mischung von Backpackern unterwegs. Wir haben drei Autos – zwei Geländewagen und einen Campervan. Insgesamt sind wir 3 Franzosen, 3 Französinnen, 1 Japanerin, 1 Marokkaner und 2 Deutsche. Es ist zwar alles ein bisschen chaotischer und dauert länger mit 11 Leuten (die dazu noch unterschiedliche Sprachen sprechen), aber macht auch mehr Spaß.
Pinnacles
Wir waren zuerst bei den Pinnacles. Das sind Sandsteinformationen, die durch ein Gebirge aus Sandstein entstanden sind, das durch Sand und Regen abgeschliffen wurde.
Kalbarri Nationalpark
Wir waren im Kalbarri Nationalpark mit tollen Klippen- und Flusslandschaften. Dort gab es ein so genanntes „nature window“, eine Gebirgslandschaft mit einem großen Loch mittendrin.
Monkey Mia
Außerdem waren wir in Monkey Mia, eins meiner persönlichen Highlight der Reise bisher. In Monkey Mia kann man zahme Delfine am Strand beobachten und mit ein wenig Glück sogar füttern.
An dem Morgen sind wir extra früh aufgestanden, um um 8 Uhr in Monkey Mia zu sein, weil man morgens mehr Chancen hat auf die Delfine zu treffen. Als wir ankamen sahen wir schon zwei Ranger im Wasser und ein große Menschenmasse. Wir sind dann auch ans Wasser gegangen und haben dort direkt die Delfine gesehen – 4 oder 5 und einer mit einem Baby. Das war total süß. Wir hatten auch total Glück, denn genau, wo wir standen war ein Delfin sehr nah dran. Leider hatten nur 5-6 Leute aus der Masse die Chance einen Delfin zu füttern, da die Delfine nur rationiert Fisch von Menschen bekommen sollen und sich den Rest immer noch selber fangen sollen. Das wird auch genau kontrolliert und notiert, welcher Delfin wie viele Fische bekommen hat. Das Spektakel war dann zum Schutz der Delfine auch leider relativ schnell wieder vorüber. Die Ranger sagten wir könnten noch bleiben und auf die nächste Fütterung warten. Sie konnten jedoch nicht sagen, wann diese ist, da es immer davon abhängt, wann wieder Delfine an den Strand kommen, das könne in 10 Minuten oder auch 2 Stunden sein. Wir entschieden uns noch für 30 Minuten zu warten und wenn keine kommen, wollten wir gehen. Zu unserem Glück kamen dann ca. 10-15 Minuten später wieder Delfine und die Menschenmasse war stark reduziert. Ich hatte großes Glück und stand genau richtig, denn ich wurde ausgesucht, um einen Delfin zu füttern!! Ich durfte dann zu zweit mit Gisi vorgehen und den Delfin mit einem Fisch füttern.
Shell Beach
Ansonsten waren wir am Shell Beach, ein Strand, der zum größten Teil aus Muscheln besteht. Dadurch war der Strand weiß und das Wasser glasklar. Außerdem waren kaum Menschen am Strand, so dass wir quasi den ganzen Strand für uns hatten. Man merkt wirklich, dass die Westküste weniger touristisch ist, obwohl ich ehrlich gesagt nicht verstehe warum.
Schotterpisten an der Westküste
Noch ein richtiges Highlight für mich war die Fahrt mit unserem Geländewagen über eine richtige Geländewagenstrecke. Das waren 32 Kilometer reine Sand- und Steinstrecke mit Ausblick auf das Meer. Das hat soo viel Spaß gemacht und der Ausblick war einfach traumhaft. Von dieser Straße kamen wir dann aber leider irgendwann nicht mehr weiter, da der Weg aufgrund eines Zyklons gesperrt wurde, so dass wir wieder umdrehen mussten, trotzdem hatten wir total viel Spaß. Im Anschluss sind wir dann nach Exmouth gefahren.
Das Ningaloo Reef
In der Nähe von Exmouth waren wir dann im Ningaloo Reef schnorcheln und haben ganz viele Fische, Korallen, Schildkröten und sogar einen Seestern gesehen! Das war auch total schön und ne super Erfahrung. Zuerst hatte ich ein paar Probleme mit dem schnorcheln aber nach ein paar Anlaufschwierigkeiten hat es gut geklappt und ich habe es echt genossen.
Schnorcheln mit Walhaien
Von Exmouth aus haben wir einen Ausflug gemacht, um mit Walhaien zu schnorcheln. Das hat zwar satte 400 $ gekostet, aber hat sich definitiv gelohnt und war eine Erfahrung fürs Leben.
Wir waren 9 Leute aus unserer Gruppe, die schnorcheln waren und wir hatten sogar so viel Glück, dass wir das ganze Boot für uns hatten und außer dem Team niemand an Bord war. Das Team war super und es hat echt total Spaß gemacht!
Wir hatten sogar viermal die Chance mit einem Walhai zu schnorcheln. Ich war auch zweimal echt total nah an dem Walhai dran und hatte einen super Blick auf ihn. Dieses Bild werde ich für den Rest meines Lebens in Erinnerung behalten! Es war zwar immer nur sehr kurz und anstrengend, da Walhaie echt verdammt schnell schwimmen, aber die Anstrengungen haben sich definitiv gelohnt.
Walhaie können bis zu 18 Meter lang werden und wachsen ihr Leben lang, der Walhai den wir gesehen haben war 6 Meter lang.
Roadtrip-Gruppe
Insgesamt hat es echt Spaß gemacht mit einer so großen Gruppe von unterschiedlichen Menschen und Kulturen unterwegs zu sein. Am Anfang war es etwas schwierig, weil viel französisch gesprochen wurde, aber mit der Zeit wurde immer besser mit dem Englisch. Wir haben viel versucht international zu sprechen, das heißt englisch, französisch, deutsch und japanisch.
Abends saßen wir immer zusammen, haben gemeinsam gegessen und Goon getrunken (Goon ist ein Wein aus einer Art Frischhaltebeutel – sehr günstig hier). Es lief alles total entspannt, es gab keinen Streit oder ähnliches, obwohl es bei 11 Leuten natürlich mal Meinungsverschiedenheiten gab.
Geschlafen haben wir meistens auf freien Campingplätzen, die meistens nicht mal eine Toilette haben, aber dafür mitten in der Natur sind. Außerdem sind wir dadurch natürlich auch sehr günstig gereist. Auch geduscht haben wir meistens umsonst, zum Beispiel einfach unter Strandduschen. Da es ziemlich warm ist, war eine kalte Dusche auch gar nicht so schlecht. Gekocht haben wir mit einem Gaskocher und ganz spartanisch mit Nudeln, Reis und Fertigsaucen.




















