Das Outback

Ich war die letzten fünf Tage gemeinsam mit Lisa auf einer Tour (Mulgas Adventure) im Outback unterwegs. Erst ging es in zwei Tagen von Darwin nach Alice Springs, wo wir eine Nacht geschlafen haben und anschließend haben wir eine drei Tage lange „Rocktour“ gemacht, also zum Uluru/Ayers Rock, zu den Kata Tjutas/Olgas und zum Kings Canyon.

Darwin – Alice Springs

Am Mittwoch morgen um 6 Uhr (10.06.2015) ging es für Lisa und mich los auf unsere Tour von Darwin nach Alice Springs. Am ersten Tag ging es dann erstmal zu den Edith Falls und zu den Mataranka Hotsprings. Das waren zwei verschiedene Möglichkeiten, wo wir schwimmen konnten. Die Edith Falls sind mehrere zusammenhängende Wasserfälle und die Mataranka Hotsprings sind ein warmer Wasserstrom, in dem man sich einfach treiben lassen kann und was sich anfühlt wie in einer Therme. Abends waren wir dann mitten im Outback, in Daly Waters, in einem richtig coolen urigen Pub, der echt Charakter hatte. In den Gästezimmern dort haben wir dann auch geschlafen.

Am nächsten Tag ging es dann sogar schon um 5 Uhr los, da wir noch einige Kilometer vor uns hatten. Da haben wir dann auch nur einen Zwischenstopp bei den Devils Marbels gemacht. Das sind Steinformationen, die durch die extremen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht entstanden sind. Dadurch blättern die oberen Gesteinsschichten ab und es entstehen die kugelartigen Formationen, die zu lustigen Fotos einladen.

Ansonsten haben wir an dem Tag keinen besonderen Halt mehr gemacht und sind auch am Abend schon um 17 Uhr in Alice Springs angekommen, wo wir im Hostel übernachtet haben, bevor es am nächsten morgen um 6 Uhr auf unsere „Rocktour“ ging.

Uluru

Der Uluru oder Ayers Rock ist eines der Wahrzeichen Australiens. Viele Besucher fahren tausende Kilometer, nur um diesen Stein zu sehen. So sind auch wir stundenlang durchs Outback gefahren mit öden, trockenen Land. Doch als wir dann vor dem Uluru standen war das echt ein wahnsinniges Gefühl. Der Berg ist mit 2x3km Fläche wesentlich größer als man sich ihn vorstellt. Den Berg den man von den Fotos kennt ist nur ein winziger Ausschnitt des ganzen. Durch einen Base-Walk um den Uluru und dadurch dass wir ihn einmal beim Sonnenauf- und einmal beim Sonnenuntergang gesehen haben, konnten wir ihn in verschiedensten Formen und Farben bewundern. Das war echt beeindruckend! Unser Gruppenleiter hat uns dann noch einiges über den Uluru erzählt. Zum Beispiel dass 2/3 des ganzen Berges unter der Erde ist und dass er der zweitgrößte Monolith der Erde ist (der größte ist der Mount Augustus, auch in Australien). Außerdem haben wir einiges über den Glauben und die Kultur der Aborigines gelernt, die den Berg als Heiligtum betrachten und deshalb nicht möchten, dass er von Touristen bestiegen wird.

Kata Tjutas

Die Kata Tjutas oder Olgas sind eine Gebirgsgruppe, die aus mehreren großen Bergen bestehen, die im Laufe von mehreren Millionen Jahren aus einem großen Gebirge abgetragen und durch Hitze, Wasser und Sand erodiert wurden. Kata Tjutas steht in der Sprache der Aborigines für „mehrere Köpfe“. Dort haben wir dann einen 6 km langen Walk durch die Gebirgsgruppe gemacht mit traumhaften Ausblicken, die an Jurassic Park erinnern.

Kings Canyon

Der Kings Canyon ist ein Gebirge, das aus Sandstein besteht. Deshalb ist es besonders leicht durch Wasser zu zerstören. Dadurch ist auch der Canyon und allgemein die Form des Gebirges entstanden. Aus diesem Grund sollte man auch nicht zu nah an den Rand der Berge treten, da das Gestein am Rand durchaus leicht brechen kann, vor allem wenn es feucht ist. Auch dort haben wir einen 6 km langen Rundlauf gemacht mit tollen Ausblicken und interessanten Formationen.

Geschlafen haben wir an diesen drei Tagen in so genannten Swags unter freiem Himmel. Obwohl ich in Australien mehr im Zelt als im Hostel verbracht habe, war das nochmal eine ganz neue Erfahrung. Sternenklarer Himmel, herumstreunernde Dingos und Lagerfeuer zeichneten die Nacht.

Am nächsten Tag ging es dann zurück nach Alice Springs. Unterwegs hatten wir noch die Möglichkeit auf einem Kamel zu reiten.

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