Siem Reap
Die letzten vier Tage habe ich in Siem Reap verbracht. Siem Reap ist Ausgangspunkt für die Erkundung der Tempel von Angkor. Trotzdem fand ich Siem Reap auch als Stadt sehr schön. Es gibt zwar nicht viel zu sehen, aber dafür hat Siem Reap sehr viele Cafés, Restaurants und Bars zu bieten, wo für jeden Geschmack etwas dabei ist. Außerdem gibt es mehrere kleine Märkte und angesichts der vielen steilen Tempelaufgänge auch sehr viele Spas und Massagen, um sich zu erholen. Mit diesen Dingen habe auch ich meine Zeit in Siem Reap verbracht, wenn ich gerade nicht in Angkor war. Ich habe tolle Leute kennengelernt, mit denen ich zusammen an 3 Tagen die beeindruckenden und imposanten Tempel von Angkor angeschaut habe.
Angkor Wat
Von meinen letzten vier Tagen in Siem Reap habe ich drei halbe Tage mit der Besichtigung der Tempel in Angkor verbracht. Ein 3-Tagespass kostet 63 $, was sich aber definitiv lohnt. Man kann auch einen 1-Tagespass oder einen Wochenpass kaufen, aber ich fand 3 Tage genau passend. Ich habe das Gelände mit zwei weiteren Backpackern und einem Tuktuk-Fahrer erkundet. In diesem Beitrag sollt ihr nun einen Überblick darüber bekommen, wie ich die Tage gefüllt habe und was die Highlights waren.
Tag 1
Am ersten Tag haben wir die Tempel besucht, die im weiteren Umkreis von Angkor liegen. An diesem Tag haben wir sehr viel Zeit damit verbracht zwischen den einzelnen Tempeln hin und her zu fahren, da die Entfernungen ziemlich groß waren. Wir waren am Banteay Srei, der mit seinen vielen kleinen Reliefarbeiten zu den kunstvollsten Tempeln zählt. Außerdem haben wir die Tempel von Ruluos besucht, welche die allerersten Tempel (9. Jahrhundert) in der Gegend waren und somit den Beginn der klassischen Khmer-Kunst kennzeichnen. Die Tempel um Angkor herum wurden dann erst im 11./12. Jahrhundert errichtet.
Tag 2
Am zweiten Tag sind wir dann um 5 Uhr losgefahren, um uns einen wunderschönen Sonnenaufgang am Sra Srang, dem königlichen Badesee anzuschauen. Im Anschluss haben wir dann die Tempel am großen Rundweg von Angkor gemacht, das heißt den Preah Khan, den Preah Neak Poan, den Pre Rup und den Ta Prohm. Der Ta Prohm war neben dem Sonnenaufgang auf jeden Fall mein Highlight am zweiten Tag. Ein Tempel mitten im Dschungel, der seit Jahrhunderten schon vom Dschungel bewachsen wird. Echt faszinierend, was die Natur so macht.
Tag 3
Am dritten Tag haben wir uns dann dann dem Angkor Wat und der alten Hauptstadt des Khmer-Reiches, Angkor Thom gewidmet. Angkor heißt übrigens groß, Wat heißt Tempel und Thom heißt Stadt. Gestartet sind wir wieder um 5 Uhr morgens, um uns diesmal den Sonnenaufgang direkt am Angkor Wat anzuschauen. Leider hatten wir einen nicht so schönen Sonnenaufgang wie an Tag 2, aber es war trotzdem schön. Nach dem Sonnenaufgang haben wir dann Angkor Wat besichtigt. Man kann nicht beschreiben, wie riesig und imposant dieser Tempel ist. Auch auf Fotos ist es schwer darzustellen, da man kaum alles auf ein Foto bekommt. Anders als die anderen Tempel ist der Angkor Wat noch sehr gut erhalten, da es für die Khmer ein Symbol der Nationalität und der Religion darstellt und das größte religiöse Gebäude der Welt ist.
Im Anschluss sind wir dann nach Angkor Thom gefahren, das über fünf Brücken mit riesigen Toren erreicht werden kann. Dort haben wir uns dann die Hauptattraktion Bayon angeschaut. Auch nochmal ein absolutes Highlight. Er war der Haupttempel des damaligen kambodschanischen Königs und ist von insgesamt 216 Gesichtern gesäumt. Das verleiht dem ganzen ein mystisches und beeindruckendes Gefühl. Am Schluss haben wir uns noch den Banteay Kdei angeschaut, der auch schön, aber schon sehr zerfallen und bewachsen war.
Dieser Tag war echt nochmal ein super Abschluss der Tage in Angkor. Es ist Wahnsinn, zu was die Menschen zu der Zeit schon in der Lage waren, ohne die Hilfsmittel, die wir heute zur Verfügung haben. Es war für mich wirklich ein sehr beeindruckender Trip und ich rate jedem, der die Chance hat, sich diese Kultstätte auf jeden Fall anzuschauen.














