Der Everglades Nationalpark gehört mit 6070 km² zu den bedeutendsten Nationalparks in Amerika. Hier kann man in Fluss- und Sumpflandschaften verschiedene Tier-, Fisch- und Vogelarten entdecken und beobachten. Der Park lässt sich auf unterschiedliche Weisen erkunden – über die Wasserwege per Kayak oder „Airboat“ oder über die Landwege entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Da der Park sich über eine so große Fläche erstreckt, muss man natürlich auch einige Strecken mit dem Auto zurücklegen, wenn man verschiedene Abschnitte des Parks sehen will.
Unsere Unterkunft war das Hoosville Hostel in Florida City. Dies ist ein guter Ausgangspunkt für die Erkundung des Parks, zumindest wenn man aus Richtung Süden kommt. Das Hostel an sich war in Ordnung. Es gab Pancakes und Waffeln zum Frühstück, die man sich selber zubereiten konnte und der Innenhof bietete allerlei Aktivitäten – Es gab einen Pool, der als Wasserfall angelegt war, es gab einen kleinen Kletterpfad über Bäume, ein Gazebo (eine Art Gartenlaube mit großer Liegefläche zum entspannen, eine abgesperrte Outdoordusche mit Blick zum (Sternen-)Himmel und eine große Leinwand, wo abends Filme gezeigt wurden. Leider war unser Zimmer aber sehr klein und hatte kein Fenster, was es insgesamt sehr eng und ungemütlich machte. Außerdem gab es für alle Gäste nur ein funktionierendes Badezimmer, so dass morgens duschen fast unmöglich war.
Im Everglades Nationalpark haben wir natürlich auch viele Strecken im Park mit dem Auto zurück gelegt, aber auch einige kleinerer Wanderungen im Park unternommen und eine 3-stündige Kayaktour durch die Flüsse. Das Kayak haben wir uns in Flamingo für 48 USD geliehen und sind von dort aus auf eigene Faust los gepaddelt. Eigentlich wollten wir eine organisierte und kostenlose Tour über den Park buchen, die sind aber leider bereits 5-7 Tage vorher ausgebucht. Alle anderen Touren kosten mindestens 100 USD, was uns dafür zu teuer war. Zuerst war es mir ein bisschen unheimlich einfach auf eigene Faust los zu paddeln, da im Nationalpark auch Krokodile und Alligatoren zu Hause sind. Die sind uns aber während unserer Kayaktour (zum Glück) nicht begegnet. Dafür konnten wir einige aus sicherer Distanz zu Fuß oder aus dem Auto beobachten.
Außerdem waren wir auf dem großen und lokalen Obst- und Gemüsemarkt „Robert is here“, den man auf jeden Fall empfehlen kann. Hier gibt es jedes erdenkliche Obst und Gemüse frisch. Man kann sich das Obst sogar handfertig schneiden lassen oder aber auch als Smoothie genießen. Auch allerlei an selbstgemachten Saucen, Konfitüren und Säften kann man hier finden.





