Die Bahamas sind ein Inselstaat mit über 700 Inseln, von denen nur 30 bewohnt sind. Da die Hauptstadt Nassau nur eine Flugstunde von Miami entfernt liegt, entschlossen meine Cousine Lisa und ich im Anschluss an unseren zweiwöchigen Roadtrip durch Florida noch 5 Tage auf den Bahamas zu verbringen.
Die Unterkunft
So sind auch wir in Nassau gelandet und entschieden, uns ein Hotel suchen, was direkten Anschluss zu Nassau hat und wo wir nicht nochmal extra fliegen oder mit der Fähre fahren müssen. Da wir aber trotzdem auch Zugang zu schönen Stränden haben wollten, war die Suche gar nicht so einfach. Da die Insel „New Providence“, auf der Nassau liegt, nicht so viel zu bieten hatte, entschieden wir uns für die direkt per Brücke angegliederte Insel „Paradise Island“, die zum größten Teil aus Hotelkomplexen besteht.
Wir wählten die Comfort Suites auf Paradise Island, da uns das Preis-Leistungs-Verhältnis dort am besten gefallen hat. Es war deutlich günstiger als das benachbarte Atlantis und trotz dessen hatte man kostenlosen Zugang zum kompletten Hotelkomplex des Atlantis, was sich auf jeden Fall schon gelohnt hat.
Das Atlantis
Das Atlantis ist der größte und bekannteste Hotelkomplex auf Paradise Island. Es besteht aus 5 einzelnen Hoteltürmen mit unterschiedlichen Namen sowie aus einigen Suiten. Hier gibt es alles was man braucht – Shoppingmöglichkeiten, zahlreiche Restaurants für jeden Geschmack, ein Fitnessstudio, ein Spa, Tennisplätze, ein Casino, eine Spielhalle, ein Kino, einen imposanten riesigen Wasserpark und einige Strände. Im Wasserpark und an den Stränden gibt es Möglichkeiten zum schnorcheln und tauchen. Außerdem beherbergt der Wasserpark zahlreiche Wassertiere, mit denen man interagieren kann oder bei deren Fütterung man zuschauen kann. Dazu gehören Rochen, Delfine, Haie, Schildkröten und unzählige Fische. Alleine der Eintritt zum Wasserpark und zu den Stränden kostet „Nicht-Gäste“ bereits ca. 100 USD (je nach Wochentag und Saison). Hierzu gehören noch unzählige Pools und Wasserrutschen. Darüber hinaus kann man aber auch Kayak, Wasserfahrrad oder Jet-Ski fahren (was allerdings extra kostet).
Wie der Name verrät, handelt es sich hierbei um die verlorene Stadt Atlantis, an die alles in den verschiedenen Hotelgebäuden erinnern soll. Neben dem riesigen Wasserpark auf dem Außengelände, gibt es auch im Komplex zahlreiche Aquarien mit verschiedensten Meeresbewohnern, die man bestaunen kann.
Tagestrip mit Powerboat Adventures
Da wir auf den Bahamas auch unbedingt die bekannten schwimmenden Schweine sehen wollten, entschlossen wir uns dort eine Tour zu machen. Da die meisten Touren mit ca. 400 USD völlig überteuert waren, entschieden wir uns für die günstigere Variante mit „Powerboat Adventures“ für 219 USD pro Person. Dieser Trip ging über den ganzen Tag und beinhaltete verschiedene Aktivitäten.
Zuerst ging es vom Bootsanleger in Paradise Island ungefähr 1 Stunde mit dem Speedboot auf’s offene Meer hinaus. Dort kamen wir auf eine kleine Insel, wo wir Leguane mit Weintrauben füttern konnten.
Darauf hin sind wir mit dem Speedboot ungefähr 15 Minuten zu der Privatinsel Ship Channel Cay gefahren, wo wir den restlichen Tag verbracht haben. Neben verschiedensten angebotenen Aktivitäten gab es auch einen wunderschönen Strand mit glasklaren Wasser, wo man sich einfach entspannen konnte. Außerdem gab es den ganzen Tag essen und trinken inklusive.
Zu den Aktivitäten gehörten die schwimmenden Schweine zu füttern und zu streicheln.
Darüber hinaus konnten wir Haie bestaunen und Stachelrochen selber füttern. Es war echt unheimlich, wie nahe uns diese doch gefährlichen Tiere waren.
Außerdem gab es zweimal die Möglichkeit mit einem der Guides zu Schnorcheln. Das Wasser war so unglaublich klar.
Für alle die Interesse hatten, gab es auch noch eine „Conch Show“. Conch ist ein traditioneller bahamischer Salat aus Meeresfrüchten. Da ich keine Meeresfrüchte esse, haben wir uns den Teil gespart und stattdessen die Sonne und den Ausblick genossen.
Die Tour hat sich auf jeden Fall total gelohnt – alleine schon für einen entspannten Tag auf einer Privatinsel mit all inclusive. Ich fand es außerdem toll, dass jeder individuell entscheiden konnte, ob und welche Aktivitäten man mitmachen möchte oder ob man lieber in der Sonne bei einem Cocktail entspannen möchte. Diese Tour würde ich also auf jeden Fall weiter empfehlen.
Tauchen auf den Bahamas
Nachdem ich schon beim Schnorcheln gemerkt habe, wie gut die Sicht unter Wasser ist, konnte ich es mir nicht nehmen lassen dies auch einmal tief unter der Wasseroberfläche beim Tauchen zu genießen. So entschloss ich mich trotz vergleichsweise hoher Preise zwei Tauchgänge zu machen.
Gebucht habe ich diese online bei Stuart Cove Diver’s. Für beide Tauchgänge zusammen habe ich 134 USD gezahlt. Allerdings musste man alles, was man an Equipment geliehen hatte nochmal extra zahlen, wodurch ich insgesamt auf ca. 170 USD gekommen bin – trotz eigenem Neoprenanzug, Maske, Schnorchel und Flossen.
Trotzdem hat es sich absolut gelohnt und ich bin froh, es gemacht zu haben. Die Sicht war wie erwartet sehr gut und die Riffe waren auf jeden Fall sehenswert. Der erste Tauchgang führte an einem Steilriff entlang und der zweite war an zwei Schiffswracks. Beides habe ich noch nie zuvor gesehen und beides fand ich total beeindruckend. Hinzu kommt, dass die Korallen im Vergleich zu anderen Tauchspots, wo ich bisher war, noch relativ gut in Form und Farbe erhalten waren.
Zusammenfassung Bahamas
Insgesamt waren die Bahamas auf jeden Fall das Highlight unserer dreiwöchigen Reise – Auch wenn die Unterkünfte, Touren, Aktivitäten, Restaurants und auch Lebensmittel sehr teuer waren. Allerdings gehören die Strände auf jeden Fall zu den schönsten, die ich je gesehen habe. Und auch das Tauchen und Schnorcheln in dem glasklaren Wasser war für mich ein unvergessliches Erlebnis. Deshalb haben sich die zusätzlichen Kosten für unsere Reise auf die Bahamas auf jeden Fall gelohnt und ich würde es immer wieder genau so machen.
































