Meine letzte Urlaubswoche habe ich auf Koh Tao verbracht. Um dorthin zu kommen bin ich von Bangkok aus mit dem Bus bis nach Chumphon gefahren, um von dort mit der Fähre nach Koh Tao zu kommen. Die Fahrt ist zwar sehr lang, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Koh Tao ist eine kleine Insel im Südosten von Thailand. Koh Tao heißt auf Thai Schildkröteninsel. Der Name entstand, da es um die Insel herum viele Schildkröten gibt und da die Insel von der Nachbarinsel Koh Pha Ngan die Form einer Schildkröte hat.
Die Insel ist ein sehr beliebtes Ziel für Taucher und so habe ich auch ich die meiste Zeit auf Koh Tao unter Wasser verbracht. Das war eine total coole und völlig neue Erfahrung.
Der Open Water Diver
Da ich das erste Mal getaucht bin, hatte ich anfangs echt Respekt vorm tauchen, aber mit jedem Tauchgang hat es mir immer mehr Spaß gemacht. Meinen Tauchkurs zum Open Water Diver habe ich in einer deutschen Tauchschule (Rainbow fish divers) gemacht. Unser Tauchlehrer Jan und auch die anderen Teilnehmer im Kurs waren echt super. Wir hatten sehr viel Spaß und tolle Erlebnisse über und unter Wasser. Hier könnt ihr lesen, wie der fünftägige Kurs zum Open Water Diver ablief.
Am ersten Tag waren wir zum Einstieg nachmittags erstmal nur schnorcheln und ein bisschen Theorie zum tauchen gemacht.
An Tag zwei waren wir dann das erste Mal richtig unter Wasser. Zuerst haben wir das ganze Equipment erklärt bekommen und aufgebaut und dann ging es auf 5 Meter unter das Wasser. Hier mussten wir einige Übungen machen, die uns in Gefahrensituationen helfen sollen, z.B. die Tauchmaske mit Wasser vollaufen lassen und dieses unter Wasser wieder ausblasen, die Maske abnehmen und wieder aufsetzen, den Atemregler aus dem Mund nehmen und wieder reinstecken usw. Dann sind wir noch ca. 20 Minuten frei getaucht.
Der dritte Tag lief ähnlich ab, außer dass wir dieses Mal auf 7 Meter runtergegangen sind und auch etwas länger und weiter raus geschwommen sind. Zu beiden Tagen gehörten dann natürlich auch noch Theorie und einige Videos. Wir haben sogar Hausaufgaben und ein Buch bekommen.
An Tag vier ging es dann das erste Mal mit dem Boot raus und der Fokus lag nun schon mehr auf dem tauchen als auf den Übungen. Trotzdem haben wir alle Übungen nochmal gemacht und diesmal auf 10 Metern.
Am letzten Tag hatten wir dann eine theoretische Prüfung und danach sind wir nur noch frei getaucht und haben an unserer Tarierung unter Wasser gearbeitet, so dass wir möglichst im Wasser schweben, um wenig Anstrengung zu haben und somit möglichst lange mit unserer Luft auszukommen. Außerdem sind wir das erste Mal mit Tauchcomputer geschwommen und sollten unseren Tauchgang eigenständig überwachen. Es ging nun auch bis 18 Meter runter (die Grenze des Open Water Divers) und wir sollten selber darauf achten nicht tiefer zu gehen. Außerdem hatten wir am letzten Tag einen Videographen dabei, der von unseren beiden Tauchgängen ein Video gedreht und geschnitten hat, das wir uns abends gemeinsam angeschaut haben und als download und DVD bekommen haben. Eine total coole Erinnerung. Am Ende des Tages waren wir dann ausgebildete „Open Water Diver“.
Der Advanced Adventurer
Da ich so Spaß am tauchen hatte, entschloss ich mich (so wie fast alle aus meinem Kurs) dazu noch den „Advanced Adventurer“, also den nächsten Tauchschein, zu machen. Dieser bestand dann nur aus zwei Tagen. Es gab kaum noch Theorie und auch keine Prüfung mehr. Es ging hierbei primär ums tauchen, was dann nochmal deutlich mehr Spaß machte.
Am ersten Tag des Kurses haben wir zwei Tauchgänge mit den Schwerpunkten Tarierung und Navigation gemacht. Beim Tarierungstauchgang haben wir nochmal geübt, wie man im Wasser schwebt und sind dann durch einen Unterwasserpark mit Ringen, Rohren usw. geschwommen. Obwohl ich im Open Water Kurs noch ziemlich Probleme mit der Tarierung hatte, klappte es hier super und ich hatte total Spaß. Beim Navigationstauchgang haben wir einen Kompass bekommen und sollten einen Umkehrkurs schwimmen. Das heißt unser Tauchlehrer hat uns eine Gradzahl und die Anzahl der Flossenschläge vorgegeben. Wir sollten dann jeweils zu zweit im Buddyteam unseren Kompass ausrichten, in die vorgegebene Richtung und wieder zurück schwimmen. Außerdem sollten wir anhand des Kompasses, einer Karte und natürlicher Merkmale auf einer Unterwasserkarte zeigen, wo wir uns gerade befinden.
Am zweiten Tag sollte es dann auf 30 Meter runter gehen (die Grenze für den Advanced Adventurer). Was unser Tauchlehrer schon wusste, wir aber nicht, war, dass wir einen Walhai sehen werden. Das war auf jeden Fall nochmal der krönende Abschluss eines super coolen Tauchkurses. Wir haben dann beide Tauchgänge an der selben Stelle gemacht, da wir möglichst viel gemeinsam mit dem Walhai tauchen wollten. Eigentlich wäre noch ein Tauchgang im Schiffswrack Bestandteil der Ausbildung gewesen, aber wir waren uns alle einig, dass wir lieber mit dem Walhai tauchen möchten. Da man nicht zu lange in einer solchen Tiefe unter Wasser bleiben darf und zwischen zwei Tauchgängen immer eine Pause braucht, entschieden wir uns, in der Pause zu schnorcheln, um auch hier weiterhin den Walhai zu beobachten. Wir hatten die Chance total coole Fotos und Videos von ihm zu machen und Erinnerungen fürs Leben zu sammeln.
Koh Tao über Wasser
Wie am Anfang schon erwähnt, habe ich die meiste Zeit auf Koh Tao unter Wasser verbracht. Da die Insel aber relativ klein ist, sind die Entfernung auch nicht so weit, so dass ich nach dem Tauchen immer noch Zeit hatte, die Insel zu erkunden. Koh Tao ist wirklich eine sehr schöne Insel mit einer total entspannten Atmosphäre. Es gibt einige beeindruckende Aussichtspunkte und Strände, die man auch sehr gut besuchen kann.



















