Madeira ist eine Insel vulkanischen Ursprungs und zählt mit den Kanaren, den Kapverden und den Azoren zur Gruppe der makaronesischen („glückseligen“) Inseln. Die Insel ist durch einen Vulkan Hot Spot entstanden und nur das oberste Viertel des gesamten Vulkansystems. Die Klippen fallen unter der Wasseroberfläche bis zu 4.000 Meter zum Meeresgrund ab. Die Insel ist eines von Europas schönsten und beliebtesten Reisezielen. Sie bietet ein ganzjährig sommerliches Klima und eine wundervolle Fauna und Flora.
Reiseorganisation
Im Oktober 2018 habe ich eine Woche Pauschalurlaub auf Madeira verbracht. Ich bin ja eigentlich nicht der Typ für Pauschalurlaub, aber ich dachte mir auf einer kleinen Insel wie Madeira kann man auch mit Tagesausflügen von einem Ort schon viel sehen. Das hat auch sehr gut geklappt.
Gebucht habe ich den Urlaub über FTI. Das hat auch alles super funktioniert. Ich hatte gute Flugzeiten von Hannover nach Funchal und zurück und wurde vom Flughafen zum Hotel und auch wieder zurück gebracht. Das Hotel hat mir auch echt gut gefallen und Frühstück war inklusive. Außerdem hat mir ein Mitarbeiter des Reiseveranstalters am ersten Tag Informationen über Madeira gegeben und mich über mögliche Aktivitäten und Wanderungen beraten. Dort habe ich dann auch direkt drei Wanderungen gebucht, die mir einen guten Eindruck der Insel vermittelt haben (dazu später mehr).
Machico
Mein Hotel „Dom Pedro“ war in Machico, der ehemaligen Hauptstadt Madeiras. Das Hotel war direkt am Strand und vom Restaurant und vom Pool aus hatte man einen wunderschönen Blick aufs Meer. Das inkludierte Frühstücksbuffet war auch sehr gut. Mein Zimmer war im obersten Stock und auch von hier hatte ich einen tollen Blick auf den Strand und konnte morgens mit Meeresrauschen aufwachen. Der Service und die Sauberkeit war sehr gut und zu meinem Geburtstag am 22.10. habe ich sogar eine Flasche Sekt bekommen.
Levada dos Maroços
Von Machico aus habe ich über meinen Veranstalter mit einer Reisegruppe eine Levadawanderung gemacht. Levadas sind künstliche Wasserläufe, die einmalig in Europa sind. Die Kanäle wurden von Sklaven kurz nach Entdeckung der Insel geschaffen, um Wasser aus niederschlagsreichen Gebieten im Norden und im Zentrum der Insel zu den Zuckerrohrplantagen im Süden zu leiten. Heute umfasst das Levada-System etwa 2.000 km. Entlang der Kanäle gibt es die Möglichkeit zu einzigartigen Spaziergängen und Wanderungen.
Die Levada dos Maroços führt hauptsächlich durch landwirtschaftliches Land und bietet einen schönen Blick über Machico. Entlang des Weges kann man Landwirten beim Arbeiten beobachten und das ursprüngliche Leben Madeiras sehen. Außerdem gibt es am Weg Körbe mit frischem Obst und Gemüse, das man gegen eine kleine Spende in eine Kasse mitnehmen kann.
Funchal
Funchal ist die Hauptstadt Madeiras und liegt in einer weitläufigen Bucht an der Südküste der Insel. Hier liegt auch der internationale Flughafen Madeiras.
Sehenswert sind die Altstadt und der botanische Garten, wo man mit einer Seilbahn hochfahren kann.
Ponta de São Lourenço
Die Ponta de São Lourenço ist die östlichste Halbinsel auf Madeira. Sie ist 9 km lang und 2 km breit. Das Gebiet wurde 1982 mit dem Ziel der Erhaltung seiner Fauna, Flora und geologischen Erbes zum Naturreservat erklärt. Dadurch kann man die Gegend auch nur zu Fuß und nicht mit dem Auto erkunden. Die Wanderung geht insgesamt ca. 5 Stunden (hin und zurück). Ich habe die Wanderung gemeinsam mit einer Gruppe gemacht und im Voraus über meinen Veranstalter gebucht.
Die Landschaft und Aussicht während der Wanderung war echt schön. Die Vegetation auf der Ponta de São Lourenço ist sehr charakteristisch und einmalig innerhalb des Gebietes von Macaronesia. Außer einer üppigen Vegetation findet man in diesem Naturreservat auch viele Vogelarten und sogar einige Seelöwen.
Pico Ruivo
Der Pico Ruivo ist mit 1862 Metern der höchste Berg Madeiras. Er besteht hauptsächlich aus Lavagestein, was ihm seinen Namen „Roter Berg“ gegeben hat. Zum Gipfel habe ich eine 12 Kilometer lange Wanderung vom Pico Arieiro gemacht, der mit 1818 Metern der dritthöchste Berg Madeiras ist. Diese habe ich auch wieder über meinen Reiseveranstalter im Voraus gebucht. Der Weg ist absolut spektakulär, wahrscheinlich die eindruckvollste Wanderung auf Madeira.
Surfen auf Madeira
Madeira ist auch eine sehr beliebte Insel fürs Wellenreiten. So entschied ich mich hier diesen Wassersport mal auszuprobieren. Ich habe übers Internet bei der Calhau Surf School einen einmaligen Schnupperkurs gebucht. Dieser dauert 2 Stunden und beinhaltet das Equipment (Surfbrett und Wetsuit), den Transport zur Tauchschule und die Versicherung. Bevor es ins Wasser ging, gab es für die Anfänger erstmal eine theoretische Einführung und wir haben uns in der Gruppe aufgewärmt. Im Nachhinein findet noch eine Fotoanalyse bezüglich der Technik statt, da während des Kurses auch Fotos gemacht werden. Für die Fotos bekommt man auch einen Link, wo man diese herunterladen kann.
Mir hat der Surfkurs richtig gut gefallen. Ich habe mich bei den Surflehrern gut aufgehoben gefühlt und viele Tipps erhalten. Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell klappt, dass man auf dem Surfbrett steht und das obwohl wir relativ hohe Wellen hatten. Trotzdem hatte ich auch ein bisschen mit den Wellen zu kämpfen, vor allem als es vom Strand wieder zurück ins Wasser ging. Deshalb möchte ich das Surfen auf jeden Fall nochmal ausprobieren und vielleicht nochmal woanders einen mehrtägigen Surfkurs machen.
























