Kapstadt ist die lebendige Hauptstadt Südafrikas mit vielen verschiedenen Facetten. Man kann hier so viel unternehmen und erleben. Einerseits gibt es wunderschöne Strände, wo man sich sonnen und erholen kann und andererseits den Table Mountain Nationalpark, wo man sehr viele verschiedene Wanderungen machen kann.
City Sightseeing Hop-On/Hop-Off-Tour
An unserem ersten Tag in Kapstadt haben wir erstmal eine City Sightseeing Hop-On/Hop-Off-Bus-Tour gemacht. Das war total gut, um erstmal einen generellen Eindruck und Überblick über die Stadt zu bekommen. Wir sind direkt morgens um 8 Uhr mit dem ersten Bus gestartet und sind bis ca. 15 Uhr unterwegs gewesen. Da Kapstadt so groß ist gibt es 4 verschiedene Buslinien, die rote führt durch die Stadt, die blaue führt an der Küste entlang, die gelbe durch die Downtown und die lilane in die Weingebiete. An verschiedenen Haltestellen kann man dann zwischen den einzelnen Touren wechseln. Wir sind alle vier Touren komplett durchgefahren und haben sehr viele Infos und einen guten Überblick über Kapstadt erhalten. Da wir vom surfen am Vortag noch recht kaputt waren, saßen wir auch tatsächlich die 7 Stunden nur im Bus und haben uns berieseln lassen, ohne uns groß etwas anzuschauen. Nur in Groot Constantia an der lilanen Linie sind wir ausgestiegen. Groot Constantia ist das älteste Weingut Südafrikas. Das konnte ich mir ja nicht entgehen lassen dort eine kleine Weinprobe und auch die ein oder andere Flasche Wein mitzunehmen 🙂
Die City Sightseeing Tours gibt es in 110 Städten auf der ganzen Welt. Wir haben sie jetzt in Johannesburg und Kapstadt mitgemacht und können sie echt empfehlen! 🙂
Der Tafelberg
DAS Wahrzeichen der Stadt ist wohl unumstritten der Tafelberg. Hier haben wir am Mittwoch gemeinsam mit einem Guide und einer Gruppe aus unserem Hostel eine Wanderung hoch gemacht. Wir sind den Plattekip Gorge hochgewandert, der zu den leichteren und beliebteren Aufstiegen zählt und dauert ca. 2 Stunden. Durch die Hitze und das kontinuierliche Berghochsteigen wurden diese 2 Stunden aber ganz schön lang und anstrengend. Zum Glück hatten wir genügend Wasser und Sonnenschutz dabei! Der Ausblick während der Wanderung und vor allem an der Spitze des Berges hat sich dann aber definitiv gelohnt. Auf dem Berg haben wir dann eine längere Pause gemacht und dann konnten wir entscheiden, ob wir mit dem Guide eine andere abenteuerlichere Route wieder runterklettern möchten oder mit dem Cable Car runterfahren möchte. Da unsere Beine schon sehr weich waren und wir nicht mehr genügend Wasser und Energie hatten, fiel uns die Entscheidung fürs Cable Car leicht. Und auch im Cable Car kann man einen tollen Ausblick über die Stadt genießen.
Paragliding Cape Town
Für Kapstadt hatten wir uns neben den Sehenswürdigkeiten und Stränden auch vorgenommen Paragliden zu gehen. Lisa wollte ursprünglich gerne Bungee-Jumpen gehen, aber das wollte ich nicht und so war Paragliding der Kompromiss. Ursprünglich wollten wir gerne vom Lion’s Head aus Paragliden. Da dieser aber einige Tage zuvor gebrannt hat, war er leider über unseren ganzen Aufenthalt hier in Kapstadt gesperrt für die Sanierung. Dadurch mussten wir dann vom Signal Hill springen, was aber auch ganz schön war, nur leider einige Meter tiefer. Gebucht haben wir das Paragliden über unser Hostel. Die Preise der verschiedenen Unternehmen hier in Kapstadt liegen alle bei ca. 1300 Rand für den Flug und ca. 300 Rand für die Fotos (1 Euro sind ungefähr 16 Rand). Wir entschieden uns die Videos und Fotos zu nehmen. Einige ganz schöne sind auch dabei. Der Ausblick war natürlich unvergesslich.
Chapman’s Peak Drive
Der Chapman’s Peak Drive war für mich auf jeden Fall eins der Highlights in Kapstadt. Die Straße ist zwar nur 5 km lang, aber zählt zu den spektakulärsten Küstenstraßen der Welt. Es war wirklich eine tolle Fahrt mit wunderschönen Ausblicken auf die Stadt, die Küstenlinie und das weite Meer. Seht am besten selbst:
Kirstenbosch Botanical Gardens
Auch einen Besuch in den Botanischen Gärten sollte man sich in Kapstadt nicht entgehen lassen. Hier finden auch oft Konzerte oder Open-Kinos am Wochenende statt, was wir leider erst im Nachhinein herausgefunden haben. Von den Botanischen Gärten bietet sich auch nochmal ein toller Ausblick auf den Tafelberg. Außerdem gibt es einen Baumwipfelpfad, von dem aus man den Garten von oben betrachten kann.
Bo-Kaap
Auch dem Stadtviertel Bo-Kaap haben wir besucht. Bo-Kaap war früher ein Sklavenviertel. Da die Sklaven nur dunkle Kleidung tragen durften, strichen sie ihre Häuser in den buntesten Farben. Dadurch ist das Viertel heutzutage sehr beliebt bei Touristen und wird gerne für Fotomotive genutzt.
Sonnenuntergang am Signal Hill
Über die City Sightseeing Busse kann man auch eine Sunset-Tour machen. Dieser Bus fährt abends um 18 Uhr direkt zum Signal Hill, von wo aus man einen schönen Blick auf den Sonnenuntergang über dem atlantischen Ozean sowie aber auch generell über die Stadt hat. Dort hat man dann die Möglichkeit den Ausblick zu genießen und im Anschluss mit dem Bus wieder zurück in die Stadt zu fahren.
Die V&A Waterfront
Die V&A Waterfront ist Kapstadts historischer, aber nach wie vor viel genutzter Hafen. Außerdem ist es eine super Möglichkeit in Kapstadt shoppen zu gehen. Ob Kleidung, Souvenirs, Lebensmittel, Schuhe, Spielzeug, hier findet man alles. Außerdem gibt es viele Restaurants und Bars. Da unser Hostel ganz in der Nähe der Waterfront liegt haben wir hier auch den ein oder anderen Abstecher zum bummeln und Souvenirs kaufen gemacht.

Kapstadts Strände
Natürlich haben wir aber nicht nur Sightseeing, Wanderungen und Shoppen gemacht, sondern hatten auch immernoch genug Zeit die wunderschönen Strände Kapstadts zu genießen. Am besten gefallen hat uns der Bloubergstrand Beach, da man von hier nochmal einen superschönen Blick auf den Tafelberg und den Lions Head hat. Außerdem fanden wir es nicht ganz so überfüllt wie in Clifton oder Camps Bay.
Als wir gerade am Bloubergstrand Beach waren, konnten wir gerade beobachten wie es in der Nähe vom Lions Head leider zum zweiten Mal während unserer Zeit gebrannt hat (wie man auf dem zweiten Bild erkennen kann). Kapstadt durchläuft aktuell die schlimmste Dürre seit über 100 Jahren. Durch die große Trockenheit und den starken Wind kann schon der kleinste Funke zu einem großen Brand führen und die Feuerwehrkräfte sind hier ständig in Alarmbereitschaft.
The African Vibe
Angesteckt von der afrikanischen Stimmung und Kultur, entschieden
sich Lisa und ich uns in einem afrikanischen Afroshop Rasta-Zöpfe
flechten zu lassen. Das war auch vergleichsweise echt günstig, aber
dauerte ewig, womit wir vorher nicht gerechnet hatten. Meine Zöpfe
haben über 3 Stunden gedauert und es waren dauerhaft 2-4
Friseurinnen am Werk. Dafür habe ich dann gerade mal 900 Rand
(umgerechnet ca. 50 Euro) bezahlt. Mit dem Ergebnis war ich und bin
ich nach wie vor echt zufrieden.
Außerdem haben wir uns als
Erinnerung an den gemeinsamen Urlaub noch ein Tattoo in Form einer
kleinen Welle am Knöchel stechen lassen.
Das Studio haben wir
uns im Vorfeld im Internet über Bewertungen rausgesucht. Auch das
Tattoo war mit 900 Rand pro Person relativ günstig. Trotzdem war das
Studio super hygienisch und der Tätowierer war auch seriös (nicht
so wie man vielleicht beim ersten Gedanken denken würde).
Robben Island
Robben Island wurde seit der niederländischen Kolonie bis 1996 als Gefängnis genutzt. Hier waren bekannte Friedenskämpfer wie auch Nelson Mandela lange inhaftiert. Heute ist die Insel Unesco-Weltkulturerbe und kann nur im Rahmen einer Tour besucht werden. Das war eigentlich unser Plan für unseren letzten Tag hier in Kapstadt. Nur leider hat uns heute das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. So konnten wir aufgrund zu starken Seeganges leider nicht nach Robben Island. Also Tipp: Auf jeden Fall im Voraus buchen (Die Touren sind sehr begehrt und oft Tage im Voraus ausgebucht) und nicht für den letzten Tag des Aufenthalts planen, damit man es im Notfall noch verschieben kann.
So war unser letzter Tag hier in Kapstadt leider nicht so erfolgreich. Wir haben dann den Tag noch genutzt, um unser Auto zu waschen und zu saugen und schon mal alles für unseren Abflug morgen vorzubereiten (Sachen packen, Einchecken usw.).









































