Anfang des Jahres 2019 habe ich die Entscheidung getroffen, meinen Job und meine Wohnung in Osnabrück hinter mir zu lassen und mein weiteres Leben am Meer zu verbringen – im wunderschönen Sankt Peter-Ording. Dies war wohl einer der besten Entscheidungen meines Lebens. Näheres zu meiner Entscheidung und meiner „Eingewöhnung“ findet ihr auch in meinem Blog-Eintrag zu meinem Umzug nach SPO.
Jetzt lebe ich schon seit fast zwei Jahren hier und es gab tatsächlich keinen Moment, in dem ich es bereut hätte. Klar vermisst man mal seine Freunde oder Familie, die jetzt nicht mehr um die Ecke sind, aber dafür kommen diese immer gerne mal zum Urlaub machen vorbei. Und durch die Arbeit und den Sport habe ich hier auch ganz schnell Anschluss gefunden.
Nun aber genaueres zu Sankt Peter-Ording an sich:
Sankt Peter-Ording gehört zum Landkreis Nordfriesland und liegt auf der Halbinsel Eiderstedt. Die Fläche des Ortes beträgt 28,32 km² und behaust nur ca. 4000 Einwohner. Ein Großteil des Ortes gehört zum Nationalpark „Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“ und darf nicht bebaut werden. Ein weiterer Teil sind Ferienwohnungen und Hotels mit insgesamt 17.000 Gästebetten. Der Tourismus spielt hier also eine sehr große Rolle und das nicht nur im Sommer. Wenn ihr diesen Eintrag weiter lest und euch die Fotos anschaut, werdet ihr nachvollziehen können, warum es so viele Besucher nach Sankt Peter-Ording zieht 🙂
Wie ich bereits in meinem ersten Beitrag zu Sankt Peter-Ording erwähnt hatte, hat der Ort vier Ortsteile. Jeder Ortsteil mit dem dazugehörigen Strand hat seinen eigenen Charakter. Dazu im Folgenden mehr:
Ording
Ording ist wohl der bekannteste und beliebteste Ortsteil von Sankt Peter-Ording. Hier zieht es jeden Sommer unzählige Touristen an den Strand, der mit dem Auto zu befahren ist. Für alle die feinen Sandstrand mit Urlaubsfeeling und tolle Sonnenuntergänge sehen möchten auf jeden Fall der beste Ort. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Gezeiten hier die Entfernung zum Wasser nicht so stark beeinflussen, so dass selbst bei Ebbe das Wasser immer gut zu erreichen ist.
Dadurch dass man hier direkt am Strand parken kann, eignet es sich auch super zum picknicken, grillen oder einfach gemütlichen zusammensitzen im „Auto-Camp“. Übernachten darf man auf dem Parkplatz allerdings nicht.





© by Jannes Ahlers
Bad
Im Ortsteil Bad spielt sich vor allem das kulturelle Leben von Sankt Peter-Ording ab. Hier gibt es die meisten Restaurants und Shops, das Dünenhus, die Dünen Therme und die Seebrücke. Durch seine wunderschön vielfältige Dünen- und Waldlandschaft eignet sich der Ortsteil auch hervorragend zum spazieren gehen. Auch am Strand kann man schön spazieren gehen mit weniger Publikumsverkehr als in Ording, vor allem wenn man in südlicher Richtung läuft. Da sich der Strand im Bad nur über die ca. 1 Kilometer lange Seebrücke erreichen lässt und es hier recht schwierig und kostspielig ist zu parken, eignet sich der Strand nicht so gut für einen Tagesausflug an den Strand.

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Dorf/Südstrand
Der Ortsteil Dorf ist einer der weniger touristischen Ortsteile. Im Dorf gibt es zwar auch einige Shops, Cafés und Restaurants, aber alles ist gemütlicher und ursprünglicher gehalten als im Bad oder in Ording.
Der Südstrand gehört zum Ortsteil „Dorf“ und ist die kleinste und ruhigste Badestelle in Sankt Peter-Ording. Besonders bei Familien ist dieser Strand beliebt, da er sehr beschaulich ist. Da der Südstrand eigentlich ein großer Priel ist, kann man hier nur bei Hochwasser baden. Bei Niedrigwasser verschwindet das Meerwasser hinter der von Norden kommenden Sandbank, die den Strand im Bad und in Ording bildet. Dann bietet sich der Südstrand perfekt für Wattwanderungen an und man kann bis zur Sandbank ins Bad laufen. Landschaftlich unterscheidet sich der Südstrand von allen anderen Stränden, da er von den grünen Salzwiesen geprägt ist.
Böhl
Böhl ist der südlichste Ortsteil von Sankt Peter-Ording. Hier gibt es keine Shops oder Cafés und nur wenige Restaurants. Dadurch ist der Touristenverkehr deutlich niedriger als in den anderen Ortsteilen. Trotzdem gibt es hier auch viele Ferienwohnungen und viele Touristen zieht es auch zum Spazieren gehen an den Böhler Deich, den Leuchtturm oder in die Salzwiesen.
Der Strand in Böhl kann im Sommer, genau so wie in Ording, mit dem Auto befahren werden. Das Wasser hier ist sehr flach, wodurch es sich besonders für kleinere Kinder eignet. Jedoch sollte man hier auch die Gezeiten beachten, da bei Niedrigwasser das Wasser sehr weit weg ist. Dadurch eignet sich der Strand dann aber perfekt zum Wattwandern oder für die Bernsteinsuche.




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Wellenreiten in Sankt Peter-Ording
Generell eignen sich die Bedingungen in Sankt Peter-Ording am besten zum Kitesurfen, aber auch Windsurfer und Wellenreiter können zur richtigen Zeit, am richtigen Ort auf ihre Kosten kommen. Da mich vor allem das Wellenreiten begeistert, gibt es hier einige Infos zum Spot und zu den Bedingungen. Zum Wellenreiten eignet sich am besten der Ordinger Strand. Hier ist das Wasser tief genug zum Surfen aber flach genug, dass man an vielen Stellen noch stehen kann. Da die Wellen in Sankt Peter-Ording zumeist vom Wind aufgewühlt werden, kann man hier gut im Windschatten der Strandbar 54° Wellen reiten. Vom Wasserstand eignet es sich am besten 2-3 Stunden vor Hochwasser oder 1-2 Stunden nach Hochwasser ins Wasser zu gehen. Da ich noch nicht sehr geübt bin, bevorzuge ich bei weniger Wind und kleineren Wellen rauszugehen, aber das ist Geschmackssache. Dementsprechend nutze ich ein Longboard (9,6″ Torq Epoxy).

© by Jannes Ahlers 
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© by Patrick Remfert 
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